kinetische Kunst
Heel wird zum Magier der Zeit.
Er hebt die Gesetze der Schwerkraft auf.
Denkgewohnheiten geraten in Schwingung.
der Künstler als Alchimist
Im Atelier zischt es. Dampf steigt auf.
Schweiß tropft. Die Hammerschläge auf dem Amboss schmieden Stille.
Der Künstler tüftelt, sucht nach dem Gleichgewicht.
Forscht nach der schwebenden Balance.
Gießt Blei, meditiert, lauscht.
Stahl glüht, Muskeln brennen.
Und dann, endlich, schwebt und schwingt das Werk.
Kontemplation erfüllt den Raum.
Staundend lauschen wir mit unseren Augen.
Der Geist entspannt sich.
Stille breitet sich aus.
Und wenn du den Moment suchst. in dem die Schwingung endet, findest du ihn nicht. Irgendwann ist nicht mehr unterscheidbar: bewegt sich das Pendel tatsächlich noch, oder schwingt es nur noch in deiner inneren erinnernden Wahrnehmung.
Grenzen lösen sich auf. Du bist Schwingung, die Schwingung bist du. Innen ist Außen.
Alles ist eins. Alles ist."
(P. Heel)
Jenseits von kognitiven Erklärungsmodellen, wird etwas Tiefes in uns angesprochen.
Ein großer Frieden breitet sich aus.
Stille und Weite, die ihr Echo in den Urgründen unserer Seele findet.
Dabei zeigt der Künstler jede technische Rafinesse, offenbart die mechanische Funktion.
Im Verborgenen bleibt jedoch die ausgeklügelte innere Gewichtsverteilung. Sie bestimmt im Zusammenspiel mit Form und Oberflächenbehandlung über das Tempo der Bewegung.
Im Zusammenspiel mit der Bewegung entsteht eine sinnliche Komposition geistiger Wachheit.