kinetische Kunst

Heel wird zum Magier der Zeit.
Er hebt die Gesetze der Schwerkraft auf.
Denkgewohnheiten geraten in Schwingung.

der Künstler als Alchimist

Im Atelier zischt es. Dampf steigt auf.
Schweiß tropft. Die Hammerschläge auf dem Amboss schmieden Stille.
Der Künstler tüftelt, sucht nach dem Gleichgewicht.
Forscht nach der schwebenden Balance.
Gießt Blei, meditiert, lauscht.
Stahl glüht, Muskeln brennen.
Und dann, endlich, schwebt und schwingt das Werk. Kontemplation erfüllt den Raum.

Atempause

Staundend lauschen wir mit unseren Augen.
Der Geist entspannt sich.
"Am Anfang ... gibst du deine eigene Energie dem Kunstobjekt. Es entsteht Schwingung - eine sanfte, beruhigende, stetige Bewegung.
Stille breitet sich aus.
Und wenn du den Moment suchst. in dem die Schwingung endet, findest du ihn nicht. Irgendwann ist nicht mehr unterscheidbar: bewegt sich das Pendel tatsächlich noch, oder schwingt es nur noch in deiner inneren erinnernden Wahrnehmung.
Grenzen lösen sich auf. Du bist Schwingung, die Schwingung bist du. Innen ist Außen.
Alles ist eins. Alles ist."
(P. Heel)
Heels Pendel haben eine sanfte hypnotische Kraft.
Jenseits von kognitiven Erklärungsmodellen, wird etwas Tiefes in uns angesprochen.
Ein großer Frieden breitet sich aus.
Stille und Weite, die ihr Echo in den Urgründen unserer Seele findet.
In ihrer Gestaltung feiert Heels kinetische Kunst die Maschinenästhetik jahrhundertealter Aparate.
Dabei zeigt der Künstler jede technische Rafinesse, offenbart die mechanische Funktion.
Die technischen Details sind wesentlicher Teil der Schönheit.
Im Verborgenen bleibt jedoch die ausgeklügelte innere Gewichtsverteilung. Sie bestimmt im Zusammenspiel mit Form und Oberflächenbehandlung über das Tempo der Bewegung.
Die Oberflächen, oft mehrlagig gefasst, erzählen wie Gemälde von der Patina des Lebens.
Im Zusammenspiel mit der Bewegung entsteht eine sinnliche Komposition geistiger Wachheit.
Heels Pendel sind Material gewordene Stille - ein sinnlicher Weg zur Kontemplation.