Drehpendel

Peter Heels magische Erfindung

physikalische Gesetze neu gedacht
die Erweiterung der Wahrnehmung

Im Ruhezustand sehen wir eine abstrakte Wandskulptur.
Wird das Kunstwerk jedoch in seine Drehbewegung versetzt, weiten sich Augen, der Kiefer lockert sich, zuweilen tritt kurzzeitig Schwindel auf.
Und dann entsteht in uns - einfach beim Kunstbetrachten - dieser wunderbare Flow.
Staunend lauschen wir mit unserm Blick.
Der Körper entspannt sich.
Im steten Wandel der Muster schwingt sich die Bewegung nach und nach in den Ruhezustand ein. Die Teile in uns rutschen wieder in ihre Ordnung.
Wir jedoch sind jemand anderes als gerade noch zuvor.

when the monkeymind gets still

Und dann ist da plötzlich der Moment wo alles kippt.

Heels Drehpendel verzaubern mit ihren unterschiedlichen Schwingungsvarianten.
Je nachdem wie sie in Bewegung versetzt werden, drehen sich beide Scheiben in die gleiche Richtung oder gegengleich.
Immer neue Resonanzen werden in uns wachgerufen.
Mit seinen Drehpendeln bezieht Heel die Wahrnehmungsweise und Arbeitsstrukturen des menschlichen Gehirns in die Kunstrezeption ein.
Denn um Überforderungen zu kompensieren sucht das Gehirn nach Mustern.
Farbmuster, Schwingungsmuster, Wiederholungen, Wiedererkennungsmarker.
Doch die verschiedenen Schwingungsperioden, die Ungleichförmigkeit der exzentrisch gelagerten Drehbewegung, die Intensität der gewählten Signalfarben, befreien dieses feste Schema. Der Modus erhöhter Aufmerksamkeit mündet nicht in Bekanntes, sondern in ein anhaltendes Staunen.
In Präsenz.
Die BetrachterInnen schauen nicht mehr wie sie normalerweise schauen. Das gewohnte Wahrnemungs- und Bewertungsschema ist außer Kraft gesetzt.
Das Kunstwerk umgeht die kognitive Pforte.
Empfindungen steigen auf.
Das Jetzt und Hier rückt in den Fokus.
Pigmente, Bindemittel und Ölfirnis, Flammen und Hitze, erzeugen Heels emailiert wirkenden Farbaufbau.
Und erzählen ihre eigenen Geschichten.